Mittwoch, 16. Juni 2010

Zum schmunzeln

Am Freitagabend kam es zu einer Schießerei als der Generalinspekteur der Nationalpolizei, General Bernado Santiago Santiago, den Konvoi des Vizepräsidenten der Dominikanischen Republik überholen wollte.
Das Überholmanöver endete mit einem Versuch des Einscherens zwischen den Führungsfahrzeug und dem Fahrzeug des Vizepräsidenten.
Da sich die Personenschützer nicht im Klaren waren was das alles zu bedeuten hatte, wurden zwei Schüsse in die Luft (Warnschuss) abgegeben.
Zum Glück wurde bei dieser Aktion niemand verletzt.
Natürlich wurden zu diesen Vorfall Untersuchungen eingeleitet. Der Polizeichef der Nationalpolizei, General Guzman Fermin, befragte noch am selben Abend den General Santiago persönlich.
Direkt danach wurde eine Untersuchungskommission unter Führung des Vize-Polizeichefs einberufen. Dieser und andere Generale der verschiedenen Teilstreitkräfte sollten nun den Vorfall unter die Lupe nehmen.
Offensichtlich hat man nun zu Ende getagt. Denn der Pressesprecher der Nationalpolizei, General Rosario, gab gestern bekannt, dass der Generalinspekteur der Nationalpolizei im Amt bleibe.
Journalisten versuchten aber vergeblich über den ganzen Tag den General in seinem Dienstzimmer anzutreffen. Das lies einige stutzig werden. Doch Mitarbeiter des Generalinspekteurs versicherten, dass eben dieser sich am Morgen im Büro befunden habe. Dieses aber bereits wieder verlassen habe.
Der Vizepräsident der Dominikanischen Republik, Alburquerque, bezeichnete das Verhalten des Generals Santiago als unklug.
Der Vizepräsident berichtete weiter, dass die Personenschützer nur auf die Reifen des anderen Auto geschossen haben (eigene Anmerkung: Ein durchaus übliches Verfahren) Des Weiteren erklärte er das sofort nach dem Vorfall auch der Präsident der Republik, Präsident Fernandez, darüber in Kenntnis gesetzt wurde.

Das Programm „Sicheres Barrio“ (Barrio Seguro) soll nun auch in Santiago eingeführt werden. Es wurden 13 Sektoren ausgewählt, in denen in der letzten Zeit es verstärkt zu kriminellen Handlungen gekommen ist.
Dies gab der Polizeiminister Almeyda bei einer Pressekonferenz am Sitz der Nationalpolizei in Santiago bekannt.
Der Minister erklärte weiter, dass man die Anzahl der Polizisten auf der Straße erhöhen werde um die Reaktionsfähigkeit und das Sicherheitsgefühl zu steigern.
In diesen Zusammenhang wies der Minister darauf hin, dass es schädlich für die Wirtschaft einer Stadt wie Santiago sei wenn sich ein Gefühl der Unsicherheit breit mache.
Allerdings erklärte er auch, dass die gefühlte Unsicherheit sich nicht mit der Statistik decken würde. Denn Santiago sei eine immer noch verhältnismäßig sichere Stadt. Während es im gesamten Land im ersten Quartal im Durchschnitt 24 Prozent Straftaten gab, liegt der Wert für Santiago bei 17 Prozent (eigene Anmerkung: Ich habe keine Ahnung auf was sich diese Prozent beziehen. Wer es herausfindet, der möge es bitte per Kommentar posten)

Die Zentralbank meldet auch noch etwas. Und zwar stiegen im Mai die Preise durchschnittlich um 0,34 Prozent. Somit ist für die Monate Januar bis Mai eine aufgelaufene Inflation von 3,04 Prozent zu vermelden.
Preistreiber sollen vor allem die Transport- und Schulkosten gewesen sein.
Die Zentralbank hält am Jahresziel von 6 bis 7 Prozent fest.

Wetter: Heute ist mit einen freundlichen Tag mit heißen Temperaturen zu rechnen. Niederschläge sind im Landesgebiet nur sehr vereinzelt zu erwarten.
Allerdings wird ab morgen mit den ersten Ausläufern des gestern angesprochenen Tiefs über den Kleinen Antillen gerechnet. Diese dürften stärke Regenfälle mit sich bringen.

Devisen: Nach den Gewinnen der letzten Tage gibt heute der Euro im Handelsverlauf deutlich ab. Konnten am frühen Morgen noch Marken von 1,235 US-Dollar markiert werden, so verlor der Euro im frühen Verlauf fast einen Cent.
Im Moment wird er mit 1,2286 US-Dollar gehandelt. Das sind 0,0039 Cent (-0,31 Prozent) weniger wie zum gestrigen Handelsschluss.

Rohstoffe: Die Ölpreise tendieren bis zum Moment im Europäischen Handel uneinheitlich. Man wartet auf die Daten des US-Energieministeriums zu den Lagerbeständen. Es wird mit einem kräftigen Rückgang der Vorräte gerechnet.
Die Ölpreise am Dienstag sehen wie folgt aus. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Juli sank am Mittag auf 76,64 US-Dollar. Das sind 30 Cent weniger als zum Handelsschluss am Vortag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent stieg um 1 Cent auf 77,11 Dollar.

Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) ist gesunken. Nach Berechnungen des OPEC-Sekretariats vom Mittwoch kostete ein Barrel am Dienstag im Durchschnitt 73,17 US-Dollar. Das sind 18 weniger als am Montag. Die OPEC berechnet ihren Korbpreis täglich auf der Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells.



In Kürze auf www.domrep-news.com aktuelle Nachrichten aus den Bereichen Wirtschaft und Finanzen rund um die Dominikanische Republik.

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