Mittwoch, 2. Juni 2010

Zahlen die beruhigen

Die gute Nachricht vornweg. Die Tourismuszahlen steigen weiter. In den ersten vier Monaten des Jahres 2010 besuchten 1,5 Millionen Touristen das Land. Das entspricht einer Steigerung von 2,32 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum im Vorjahr wo 1,3 Millionen Touristen gezählt wurden.

Soweit erst einmal die Originalmeldung. Jeden halbwegs gebildeten Menschen fällt natürlich sofort auf, dass eine Zunahme von 200.000 Touristen bei ursprünglich 1.300.000 Touristen niemals nur 2,32 Prozent sein können. Wenn ich es so im Kopf überschlage, dann müsste das so um die 15 Prozent sein.
Jetzt kann man sich überlegen welche Zahl den stimmt. Für meinen Geschmack sind die 2,32 Prozent schon eine ordentliche Steigerung. Denn selbst bei dieser Steigerung wären über 30.000 Gäste mehr wie im Vorjahr angekommen. Das entspricht immerhin 100 Flugzeuge vom Typ Airbus A330-200 voll mit Touristen die innerhalb von 4 Monaten zusätzlich angekommen sind.

Und für den, den es interessiert, 53,6 Prozent der Touristen die ins Land kommen sind weiblich. Und fast zwei Drittel der Besucher sind zwischen 21 und 49 Jahre alt.

Die Gesamtentwicklung wird positiv eingeschätzt. Seit September letzten Jahres steigen wieder die Zahlen. Allerdings wurde im April ein bemerkenswerter Rückgang registriert. Dieser Rückgang wird mit dem Flugverbot in Europa in Folge des Ausbruchs des Vulkans auf Island begründet.


Eine Zahl, die die gestern bekannt gegebenen Wachstumszahlen wieder relativiert, ist folgende. Im ersten Quartal sind die Exporte nach Haiti um 17,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr gewachsen.

Das wundert nicht. Schließlich wurde der Nachbarstaat auch im Berichtszeitraum von einem schweren Erdbeben getroffen. Dabei wurde vieles im Süden des Nachbarlandes zerstört. Infolge dessen zog auch der Handel mit dem Nachbarland an.
Allerdings glaube ich nicht, dass dieses „Wachstum“ nachhaltig sein wird. Schließlich wird man auch in Haiti wieder Strukturen schaffen wo man selbst produzieren kann.

In diesen Zusammenhang sei auch erwähnt, dass heute in Punta Cana der Weltgipfel zur Hilfe für Haiti ausgerichtet wird. Der Präsident der Dominikanischen Republik, Leonel Fernandez, begrüßt heute über 50 Delegationen aus 30 verschiedenen Ländern.


Wetter: Von Osten kommend zieht ein dichtes Wolkenband über die Insel hinweg. Es muss mit Schauern und Gewittern gerechnet werden. Am morgigen Donnerstag soll sich die Situation aber etwas entspannen.


Devisen: Der Euro zeigte sich im bisherigen Handel sehr volatil. Wurde er heute am frühen Morgen in Asien noch deutlich fester gehandelt, so verbuchte er direkt zu Beginn des Handels in Europa teils heftige Verluste. Das Vierjahrestief erreichte er aber nicht mehr. Von diesen erholte sich der Euro aber wieder schrittweise.
Im Moment wird ein Euro zu 1,2237 US-Dollar gehandelt. Das entspricht einem Plus von 0,21 Prozent.

Händlern zufolge bleibt der Euro auch weiter angeschlagen. Zum einen wird eine Behinderung des Wirtschaftswachstums durch die zum Teil rigorosen Sparprogramme befürchtet. Zum anderen sei das Bankensystem in der Eurozone in einen schlechteren Zustand wie in den USA.


Rohstoffe: Die Ölpreise sind am Mittwoch weiter gesunken. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Juli fiel am Mittag auf 72,08 US-Dollar. Das waren 50 Cent weniger als zum Handelsschluss am Dienstag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent sank um 42 Cent auf 72,29 Dollar.

Die Rohölmärkte sind im Moment von großen Schwankungen gekennzeichnet. So hatte der WTI Ölpreis am Vortag innerhalb weniger Stunden zwischen 72 und 75 Dollar je Barrel geschwankt. Am Abend ist man dann nahe den Tagestiefsständen aus dem Handel gegangen.


Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) ist leicht gestiegen. Nach Berechnungen des OPEC-Sekretariats vom Mittwoch kostete ein Barrel am Dienstag im Durchschnitt 70,98 US-Dollar. Das waren 90 Cent weniger als am Montag. Die OPEC berechnet ihren Korbpreis täglich auf der Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells.


In Kürze auf www.domrep-news.com aktuelle Nachrichten aus den Bereichen Wirtschaft und Finanzen rund um die Dominikanische Republik.

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