Dienstag, 8. Juni 2010

Schlechte Noten

Ein von der UNO vorgelegter Bericht, der vom Wirtschafts-, Planungs- und Entwicklungsministerium der Dominikanischen Republik in Auftrag gegeben wurde, stellt der Regierung des Präsidenten Fernandez ein vernichtendes Zeugnis aus.

Der Bericht zeigt auf, dass es eine soziale Ausgrenzung in der Dominikanischen Republik gibt. Ebenfalls wird festgestellt, dass es kaum Fortschritte bei der Verbesserung der Lebensbedingungen gibt. Die Schwäche der Sozialpolitik im Lande führt trotz Wirtschaftswachstum zu sozialer Ausgrenzung, so der Bericht.

Besonders die Bereiche Bildung und Gesundheit werden im Bericht mit schlechter Qualität und niedriger Finanzierung qualifiziert.

Die Punkte im Einzelnen.

Sozialpolitik: Der Bericht anerkennt leichte Verbesserungen im Lande. Diese Verbesserung liegt aber unter dem regionalen Durchschnitt und auch unter dem Wert von internationalen Standards.

Bildung und Gesundheit: Beide Sektoren sind durch einen Mangel an finanziellen Mitteln gekennzeichnet. Der Bereich Bildung hat die schlechteste Performance in ganz Lateinamerika. Es stehen zwar Lehrer zur Verfügung, doch sind diese schlecht ausgebildet. Der Bereich Gesundheit ist laut dem Bericht ebenfalls von fehlenden Mitteln, einer schwachen Aufsicht durch das Gesundheitsministerium, einer geringen Qualität der Dienstleistung sowie von hohen Preisen für Arzneimittel gekennzeichnet.

Arbeitsmarkt: Es wird empfohlen den Zugang von Frauen, Jugendlichen und Behinderten zum Arbeitsmarkt zu verbessern. Außerdem sollte man die Unterstützung von Kleinst- und Kleinunternehmen erhöhen.

Der Minister der die Studie in Auftrag gegeben hat erklärte dazu, dass die Hilfsprogramme wie das Sozialkabinett beibehalten werden, da sie helfen die Armut im Lande zu verringern. Außerdem lädt er die Oppositionsparteien, insbesondere die PRD, ein um zu diskutieren wie man in Zukunft der Armut im Lande begegnen möchte.


Die Euro-Krise nimmt nun langsam Formen an, vor der sich auch die Dominikanische Republik nicht mehr verstecken kann.

Denn nun werden Auswirkungen auf den Tourismus und auf die Remesas deutlich in der Presse diskutiert.

Der Ökonom Hebrard ist der Auffassung, dass wenn sich nichts mehr im Kurs ändert, in diesen Jahr der 3.000 Millionen bis 5.000 Millionen Pesos weniger an Remesas im Land zur Verfügung stehen. Diese, auf das Jahr zusammengefasste Summe, macht einen Anteil von bis zu 7 Prozent der Remesas aus.

Da dies auch zu einem Rückgang der Binnennachfrage führt kann es durchaus zu einer schlechteren Performance der wirtschaftlichen Entwicklung kommen.

Am Schluss noch eine gute Nachricht. Im Lande weilt eine Delegation aus Kuba. Mit dieser werden verschiedene Abkommen unterzeichnet. Unter anderen soll der Handel zwischen den beiden Staaten entwickelt werden.

Der Handel hat im Moment ein Volumen von 50 Millionen US-Dollar pro Jahr.

Außerdem sollen Verträge für die Bereiche Kultur und Wissenschaft geschlossen werden.


Wetter: Das Wetter im Land wird auch weiterhin von einen Tiefdruckgebiet beeinflusst. Nördlich der Cordillera Central sowie an der Grenze zu Haiti ist auch heute mit Schauern und Gewittern zu rechnen.
Die ausgegebene Warnung von gestern bleibt auch heute bestehen.


Devisen: Der Euro tendiert im späten Mittagshandel leicht positiv. Die Schwankungsbreite ist dennoch beträchtlich. Im laufe eines Handelstage geht es in den letzten Tagen immer um einen ganzen Euro-Cent.
Aktuell kostet ein Euro 1,1944 US-Dollar was einem Plus von 0,23 Prozent entspricht.


Rohstoffe: Die Ölpreise haben am Dienstag ihre anfänglichen Kursgewinne zum Großteil wieder abgegeben. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Juli stieg am Mittag auf 71,67 US-Dollar. Das waren 23 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent fiel um 14 Cent auf 71,98 Dollar.

Die Schuldenkrise in der Eurozone lastet auf den Ölpreisen. Diese Sorge habe sich angesichts der Kursverluste an den Aktienmärkten verstärkt. Auch der im Mittagshandel gefallene Eurokurs habe die Ölpreise gedrückt. Nachdem der Euro im frühen Handel bis auf 1,1982 Dollar gestiegen war, geriet er zuletzt wieder unter Druck und sank bis auf 1,1927 Dollar. Positive Aussagen von US-Notenbankchef Bernanke zu den Konjunkturaussichten stützten den Ölmarkt nur zeitweise.

Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) ist kräftig gesunken. Nach Berechnungen des OPEC-Sekretariats vom Dienstag kostete ein Barrel am Montag im Durchschnitt 69,64 US-Dollar. Das waren 2,45 Dollar weniger als am Freitag. Die OPEC berechnet ihren Korbpreis täglich auf der Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells.



In Kürze auf www.domrep-news.com aktuelle Nachrichten aus den Bereichen Wirtschaft und Finanzen rund um die Dominikanische Republik.

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