Die nächtlichen Aktivitäten der Einwohner der Stadt Santiago, sind in den letzten Wochen, in verschiedenen Vierteln der Stadt, teils beträchtlich zurückgegangen. Unternehmer führen dies auf die gestiegene Kriminalität zurück.
Der Inhaber der „Rancho Tipico Cienfuegos“ erklärte gegenüber Reportern der Zeitung Diario Libre, dass er bis zu 20 Prozent weniger Kunden habe. Seiner Ansicht nach verlassen viele Menschen nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr ihre Häuser, da gerade in Cienfuegos die Kriminalität beträchtlich zugenommen habe.
In der Tat zeichnet dieses Bild auch eine Studie die von der Gruppe „Unterstützer der öffentlichen Sicherheit von Santiago“ unterstützt wurde.
In der Studie werden als besonders betroffene Gebiete Cienfuegos, Cristo Rey, La Otra Banda, Los Salados, Bermudez y Libertad, La Cienega, El Ingenio, La Yagüita de Pastor sowie die Gemeinde Navarrete genannt.
Nach den Gründen für diese Entwicklung befragt, antwortete der Präsident der Industrie- und Handelskammer von Santiago, das hauptsächlich der Verlust von hunderten Arbeitsplätzen in den Zonas Francas der Stadt zu dieser Entwicklung beigetragen hat.
Einige andere behaupten, dass die Verringerung von Polizeistreifen zu dieser Entwicklung beigetragen hat.
Dieser Darstellung widerspricht allerdings der Chef des Regionalkommandos Zentralcibao der Nationalpolizei. General Then erklärte, dass die Streifen nicht abgenommen hätten. Die Nationalpolizei würde aber vermehrt selektieren und an den als strategisch wichtig erkannten Plätzen häufiger kontrollieren.
Gespräche über den Stromsektor
Gestern begrüßte der Präsident der Dominikanischen Republik, Leonel Fernandez, im Botschaftersalon des Präsidentenpalasts Vertreter der Interamerikanischen Entwicklungsbank sowie der Weltbank um den Stromsektor im Land zu bewerten.
Außerdem nahmen an diesem Gespräch der Finanzminister und der Vize-Präsident der CDEEE teil.
Von Seiten der Gäste wurden die unternommenen Schritte, besonders im Bereich Verwaltung, begrüßt. Allerdings machten sie auch darauf aufmerksam, dass der Verlust der Energie bei der Durchleitung, sowie die nicht bezahlten Rechnungen die „Achillesferse“ des Systems darstellen.
Celso Marranzini, Vize-Präsident der CDEEE, erklärte am Rande der Veranstaltung, dass man an den Vorhaben die Stromausfälle bis 2012 zu eliminieren festhalte.
Die Realität ist eine andere, oder – Nichts als warme Worte

Während also die Herren im Palast saßen und erklärten, dass es bis 2012 keine Stromausfälle mehr geben soll, sieht die Realität im Lande ganz anders aus.
Gegen 16 Uhr erreichte das Defizit an elektrischer Energie 30 Prozent. Dies führte wieder zu einer deutlichen Erhöhung der Abschaltungen.
Gegen 16 Uhr wurden im gesamten Land 1.778 Megawatt an Energie nachgefragt. Geliefert wurden aber nur 1.237 Megawatt was zu einen Defizit von 541 Megawatt führte.
Die Stromausfälle nehmen gerade in einer Zeit zu, als der Vize-Präsident der CDEEE erst vorgestern erklärte, dass sich die Situation im Lande stabilisiere.
Gestern saßen viele Menschen in weiten Teilen der Hauptstadt und im Cibao im Dunkeln. Die Behörden gaben aber keine Gründe für die Situation an.
Und noch eine Subvention
Die Regierung will mit einen „internen Mechanismus“ verhindern, dass weiter steigende Ölpreise die Bevölkerung treffen.
Die Regierung hat für dieses Jahr einen Ölpreis von 72 US-Dollar pro Barrel veranschlagt. Allerdings rechnet man nun damit, dass sich der Preis wohl eher zwischen 75 und 78 Dollar einpendeln wird.
Reichlich naiv den Preis für das ganze Jahr nun ausgerechnet auf die Tiefstmarken festzumachen. Besonders dann, wenn in den letzten vier Monaten des letzten Jahres die Preise schon wieder bei runden 80 Dollar lagen.
Wie man da nun, bei positiven Vorzeichen was die Belebung der Weltwirtschaft angeht, mit sinkenden Rohstoffpreisen rechnen kann, dass erschließt sich wohl nur den Handelsministerium.
Wetter
Die gestern angesprochenen Tiefdruckgebiete sind südlich an der Dominikanischen Republik vorbei gezogen und befinden sich nun südöstlich von Jamaika.
Allerdings gibt es keine Entwarnung für die Dominikanische Republik. Es geht Schlag auf Schlag.
Von Osten her kündigt sich bereits das nächste System an. Erste Ausläufer davon dürften nun bereits im Norden der Republik für Niederschläge sorgen. Das Hauptsystem dürfte am Wochenende die Insel erreichen.
Die Warnungen bleiben bestehen.
http://www.onamet.gov.do/
Devisen
Der Eurokurs hielt sich den gesamten frühen Handel deutlich über der Marke von 1,23 US-Dollar. Gegen Mittag setzte allerdings eine deutliche Abwärtsbewegung ein. In dessen Folge verlor der Euro fast ein halbes Prozent zum Vortag.
Aktuell kostet ein Euro 1,2279 US-Dollar. Das sind 0,0050 Dollar (-0,41%) weniger wie zum Handelsschluss des Vortages.
Rohstoffe
Die Ölpreise haben am Freitag deutlich gestiegen. – Die Furcht vor einen Sturm im Golf von Mexiko habe die Ölpreise beflügelt. Dieser Sturm könne sich nach Einschätzung des National Hurricane Center (NHC) in den nächsten 48 Stunden zu einen Tropensturm entwickeln. Im Golf von Mexiko befinden sich eine Reihe von Ölförderanlagen. Außerdem kämpft der Ölkonzern BP in der Region gegen die Ölkatastrophe.
Die Ölpreise am Freitag sehen wie folgt aus. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im August stieg am Nachmittag auf 78,67 US-Dollar. Das sind 2,16 Dollar mehr als zum Handelsschluss am Vortag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent stieg um 163 Cent auf 78,10 Dollar.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) ist gesunken. Nach Berechnungen des OPEC-Sekretariats vom Freitag kostete ein Barrel am Donnerstag im Durchschnitt 72,93 US-Dollar. Das ist 1,15 Dollar weniger als am Mittwoch. Die OPEC berechnet ihren Korbpreis täglich auf der Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells.
In Kürze auf www.domrep-news.com aktuelle Nachrichten aus den Bereichen Wirtschaft und Finanzen rund um die Dominikanische Republik.
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