Mittwoch, 23. Juni 2010

News vom 23.06.2010

Keine Stromtariferhöhungen

Der Chef der Stromaufsichtsbehörde, Francisco Méndez, erklärte im Rahmen einer Pressekonferenz, dass es im Jahr 2010 keine Strompreiserhöhungen geben werde. Dafür sprach er eine Garantie aus.
Méndez erklärte weiter, dass sich die Einnahmesituation verbessert habe. Hat man 2005 von 100 investierten US-Dollar zum Stromankauf nur 42 US-Dollar mittels Verkauf eingenommen, so belaufen die Einnahmen sich heute auf einen Niveau von 65 US-Dollar.
Weiter erklärte er, dass weitere Anstrengungen unternommen werden um die Einnahmesituation weiter zu verbessern.

Positiv an dieser Meldung ist, dass die Einnahmen innerhalb von 5 Jahren um 54,7 Prozent gesteigert werden konnten. Leider hat man aber immer noch ein recht deutliches Defizit von 35 Prozent bis zur Kostendeckung beim Einkauf.
Selbst wenn man diese 35 Prozent Lücke schließt, so ist es immer noch ein Minusgeschäft. Denn man hat ja schließlich noch Kosten für die Verwaltung in den Stromverteilgesellschaften.
Als positiver Effekt dürften auch im Moment die relativ niedrigen Energiepreise sein. Im Moment kostet das Öl nur die Hälfte dessen was in Spitzenzeiten am Markt aufgerufen wurde. Leider nutzt man diesen, eigentlich positiven, Effekt nicht im dominikanischen Stromsektor. Denn gerade jetzt müssten die Schulden zurückgeführt werden und die Einnahmesituation noch weiter verbessert werden.
Dies ist aber leider nicht der Fall wie der nächste Artikel zeigt.


Rückgang der Einnahmen

Die Stromverteilfirmen werden das gesteckte Ziel von 5 Milliarden Pesos an Einnahmen aus Stromlieferungen im Monat Juni nicht erreichen.
Bereits im Monat Mai zeichnete sich eine negative Entwicklung ab. Geplant waren Einnahmen von 4,2 Milliarden Pesos. Tatsächlich wurden aber nur 3,8 Milliarden Pesos per Rechnung eingenommen.
Der Vizepräsident der CDEEE, Celso Marranzini, erklärte, dass er von den Verteilerfirmen eine Erklärung erwarte warum das Ziel so deutlich nicht erreicht wurde.
Da das gesteckte Ziel, 5 Milliarden Pesos pro Monat an Einnahmen zu erzielen nicht erreicht wurde, wird man dieses Vorhaben nun auf den Monat Dezember verschieben. Marranzini machte aber deutlich, dass er von den Verteilerfirmen nun erwarte, die monatlichen Einnahmen um 3 Prozent zu erhöhen.

Die Richtung stimmt. Es müssen dringend die Einnahmen erhöht werden. Es ist zwingend notwendig das jeder der Strom bezieht diesen auch bezahlt. Hilfreich wäre in diesen Zusammenhang aber auch, dass der Staat hier einmal mit guten Beispiel voraus gehen würde und sich nicht selbst von der Zahlung per Dekret befreien würde.
Allerdings langt aber auch die monatliche Steigerung von 3 Prozent nicht aus um das gesteckte Ziel zu erreichen. 5 Milliarden Pesos an monatlichen Einnahmen erreicht man nur, wenn man auf der Grundlage der Zahlen des Monats Mai die Einnahmen um 4 Prozent pro Monat steigert.


REFIDOMSA

Der Senat wird heute über den Verkauf des 49 prozentigen Anteils der Aktien an Venezuela abstimmen.
Die Abstimmung wird auf der Grundlage einer Empfehlung des Finanzausschusses stattfinden. Dieser tagte letzte Woche und legte die Empfehlung nun zur Abstimmung vor.


Arbeitsmarktdaten

Der Gouverneur der Zentralbank, Héctor Valdez Albizu, erklärte, dass die Arbeitslosenquote um 0,5 Prozentpunkte gefallen ist. Somit hat das Land eine offizielle Quote von 14,4 Prozent.
Valdez erklärte weiter, dass Aufgrund der wirtschaftlichen Erholung im Land innerhalb von 7 Monaten 130.440 neue Arbeitsplätze entstanden sind.


Mehr Handel mit Taiwan

Die Dominikanische Republik möchte die Handelsbeziehungen zu Taiwan weiter ausbauen. Dafür möchte man ein Handelsabkommen abschließen.
Dies wurde bei einem Mittagessen einer dominikanischen Handelskommission in Taiwan bekannt gegeben.

Die Zahlen sind in der Tat erfreulich. Nach Angaben eines taiwanesischen Amtes stiegen die Exporte der Dominikanischen Republik nach Taiwan innerhalb der ersten fünf Monate diesen Jahres auf 14,7 Millionen US-Dollar. Im Vorjahreszeitraum waren es nur 4,4 Millionen US-Dollar.


Wetter

Jetzt geht es Schlag auf Schlag. Wie die Satellitenbilder zeigen, ist das erste Tief weiter Richtung Westen gezogen. Aber bereits am heutigen Abend wird ein weiteres Tief im Osten der Republik erwartet. Dieses ist nicht nur größer, es hat auch einen breiteren Kern. Direkt an dieses Tief schließt sich bereits die nächste Formation an.
Es muss also weiterhin mit Regenfällen gerechnet werden.
Die Warnungen zu Überschwemmungen, Sturzfluten und Erdrutschen in den entsprechenden Provinzen werden aufrechterhalten.

http://www.onamet.gov.do/

Devisen

Der Euro tendiert im heutigen Handel vor der Zinsentscheidung in den USA um den Vortageskurs.
Aktuell kostet ein Euro 1,2263 US-Dollar. Das sind 0,0006 Dollar weniger (-0,05%) wie zum Handelsschluss am Vortag.


Rohstoffe

Die Ölpreise sind am Mittwoch nach schwachen Konjunkturdaten stark unter Verkaufsdruck geraten.

Die Ölpreise am Mittwoch sehen wie folgt aus. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im August fiel am Nachmittag auf 75,65 US-Dollar. Das waren 2,17 US-Dollar weniger als zum Handelsschluss am Vortag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent fiel um 1,91 Dollar auf 76,12 Dollar.

Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) ist gesunken. Nach Berechnungen des OPEC-Sekretariats vom Mittwoch kostete ein Barrel am Dienstag im Durchschnitt 75,11 US-Dollar. Das sind 85 Cent weniger als am Montag. Die OPEC berechnet ihren Korbpreis täglich auf der Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells.




In Kürze auf www.domrep-news.com aktuelle Nachrichten aus den Bereichen Wirtschaft und Finanzen rund um die Dominikanische Republik.

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