Die Gesellschaft ‚Net Index’ hat eine internationale Studie zum Thema Geschwindigkeit im Internet durchgeführt. Bei dieser Studie belegt die Dominikanische Republik Platz 136 von 152 überprüften Staaten.
Im Land gibt es eine permanente Downloadgeschwindigkeit von 0,8 mbps. Diese wird aber nur in der Stadt Santiago erreicht. An zweiter Stelle steht die Hauptstadt Santo Domingo mit einer Geschwindigkeit von 0,76 mbps. Alle anderen Städte und Gemeinden im Land sind deutlich schlechter.
Die niedrigen Geschwindigkeiten allein sind aber nicht so schlimm. Ärgerlich wird das ganze erst dadurch, das ein Internetanschluss in der Dominikanischen Republik mit hohen Kosten verbunden ist.
„Schuld“ daran ist die Besteuerung der Dienste mit 28 Prozent. Dieses Problem führt auch immer die Organisation Dominikanischer Telekommunikationsunternehmen an (Adomtel). Adomtel erklärt, dass im Gebiet der Karibik die Steuer auf Internet im Durchschnitt bei 15,22 Prozent liegt.
Diese extrem hohe Besteuerung sorgt nach Aussage von Adomtel auch dazu, dass hohe Bandbreiten durch die Kunden nicht nachgefragt werden. Denn diese würden extrem teuer sein. So kommt es, dass im Land 70 Prozent der 2,8 Millionen Internetnutzer mit einer Geschwindigkeit von 400 oder weniger kbps im Internet surfen.
Man fordert, dass der Staat die Steuern kürzt um so die Preise senken zu können und damit auch eine höhere Nachfrage für hohe Geschwindigkeiten zu generieren.
Zu Gast im Land war der Minister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung aus Deutschland Dirk Niebel (FDP). Er übergibt eine Million Euro als Spende zur „Verringerung der Armut durch Nachhaltige Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen im grenzüberschreitenden Quellgebiet des Flusses Artobonito“.
Minister Niebel bedankte sich auch bei der Dominikanischen Republik für die geleistete Hilfe im Zusammenhang mit dem schweren Erdbeben in Haiti.
Der Minister erklärte: „Ich danke unseren dominikanischen Partnern ausdrücklich für ihre große Unterstützung bei der Nothilfe in Haiti. Ohne diese Unterstützung wäre eine schnelle Nothilfe nur schwer möglich gewesen. In der haitianisch-dominikanischen Grenzregion kooperieren wir bereits jetzt im Bereich des kommunalen Umweltschutzes und übertragen diese Erfahrungen auf haitianische Grenzgemeinden. Mit unseren Partnern werden wir auch über einen Ausbau von Dreieckskooperationen sprechen."
Kleine Anmerkung. In der dominikanischen Zeitung Diario Libre entsteht beim lesen der Eindruck, dass der Minister im Moment im Land sich aufhält. Minister Niebel kehrte allerdings bereits am 28.05.2010 aus Guatemala, die Station nach der Dominikanischen Republik, nach Deutschland zurück.
Ansonsten kann sich auch die Dominikanische Republik über steigenden Steuereinnahmen freuen. Im April legten die Einnahmen um 19,6 Prozent im Vergleich zum April des Vorjahres zu. Die Einnahmen betrugen gesamt 26,9411 Milliarden Pesos. Das sind 5,2816 Milliarden Pesos mehr wie im Vorjahreszeitraum.
Wetter: Heute ist der erste Tag der Hurrikansaison 2010. Im Land ist es heute leicht bewölkt und man muss ab und an mit einen Schauer rechnen.
Devisen: Der Euro hat sich heute im seit Beginn des Handels in Europa wieder „Nackenschläge“ abgeholt. Die Gemeinschaftswährung wird im Moment 1,17 Prozent schwächer wie am Vortag gehandelt. Dabei markierte der Euro heute wieder ein neues 4-Jahres-Tief. Den Tiefstand erreichte er bei 1,2112 US-Dollar. Im Moment wird er nur leicht stärker gehandelt.
Händler verweisen im Zuge des neuerlichen Kursrutsches auf die Gefahren einer möglichen Herabstufung von Frankreich durch die Rating-Agenturen.
Rohstoffe: Die Ölpreise sind am Dienstag deutlich unter Druck geraten. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Juli fiel auf 72,09 US-Dollar. Das war 1,88 Dollar weniger als zum Handelsschluss am Montag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent sank um 2,67 Dollar auf 71,98 Dollar.
Händler begründeten die Preisabschläge in erster Linie mit dem festen Dollar. Wie bereits weiter oben beschrieben, verzeichnete der Euro heute wieder neue Tiefststände.
Weiterer Druck könnte im weiteren Verlauf von den amerikanischen Konjunkturdaten kommen. Am Nachmittag steht der ISM-Einkaufsmanagerindex zur Veröffentlichung an. Wenn dieser nachgeben sollte, dann wird dies zu weiterem Abgabedruck führen so die Händler.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) ist leicht gestiegen. Nach Berechnungen des OPEC-Sekretariats vom Dienstag kostete ein Barrel am Montag im Durchschnitt 71,88 US-Dollar. Das ist 1,26 Dollar mehr als am Freitag. Die OPEC berechnet ihren Korbpreis täglich auf der Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells.
In Kürze auf www.domrep-news.com aktuelle Nachrichten aus den Bereichen Wirtschaft und Finanzen rund um die Dominikanische Republik.
Dienstag, 1. Juni 2010
Internet und so
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