Die USA haben am Montag eine Liste mit mehr als 12 Nationen veröffentlicht, auf der neben der Dominikanischen Republik auch Staaten wie Kuba, Iran und Nordkorea vertreten sind, gegen die mögliche Sanktionen ergriffen werden, weil sie den Menschenschmuggel nicht energisch genug bekämpfen.
Die 10. jährlich durchgeführte Überarbeitung des US-Außenministeriums mit Bezug auf die Existenz von Menschenschmuggel und sexueller Ausbeutung von Personen, hat ergeben, dass 13 Staaten noch nicht einmal die internationalen Mindestbedingungen erfüllen, weswegen diese Staaten von Washington sanktioniert werden könnten, bis sich die Situation in diesen Länder bessert.
Die USA beurteilten die Dominikanische Republik, Kuba und 11 weitere Staaten mit den am schlechtesten möglichen Noten in Hinblick auf Menschenschmuggel, was nun die Wirtschaftssanktionen nach sich ziehen könnte.
Wie der entsprechende Report des US-Außenministeriums am Montag verkündete, "habe es die dominikanische Regierung versäumt, Mindestmaßnahmen zur Bekämpfung des Menschenschmuggels einzuführen und so die Mindeststandards zu dessen Bekämpfung nicht erfüllt".
"Die Regierung hat seit dem Jahr 2007 keinen Menschenschmuggler zur Rechenschaft gezogen, einschließlich der Funktionäre als mögliche Hintermänner dieser Verbrechen. Die erzielten Ergebnisse, die zum Schutz möglicher Opfer erzielt wurden sowie die Vorbeugungsmaßnahmen zur Verhinderung waren sehr begrenzt", stellt die Untersuchung fest.
Die RD hat diese schlechte Beurteilung bereits seit dem Jahr 2003 bekommen und wurde deshalb seit dem Jahr 2004 bis zum letzten Jahr auf eine Liste der Länder gesetzt, die mit wirtschaftlichen Sanktionen zu rechnen haben, wenn sich die Situation nicht zum Vorteil verändern sollte.
Kuba bekam hingegen die schlechteste Beurteilung bereits seit der ersten Veröffentlichung dieser Liste im Jahre 2003.
Die US-amerikanische Regierung könnte nun ihre wirtschaftliche Hilfe für die Staaten einstellen, welche die schlechtesten Beurteilungen in Hinblick auf Menschenschmuggel erhalten haben, jedoch würde dies keinen Einfluss auf humanitäre Hilfen sowie die Wirtschaftsbeziehungen haben, die hiervon nicht betroffen wären.
Es könnte jedoch durchaus sein, dass sich die USA bei den internationalen Finanzorganisationen wie dem Internationalem Währungsfonds oder der Weltbank zukünftig gegen ökonomische Hilfen für diese Länder aussprechen.
Wetter: Die Niederschläge lassen im gesamten Staatsgebiet nach und es wird ein durchaus freundlicher Tag erwartet. Lediglich in den Abendstunden kann es im Cibao und der Cordillera Central zu einigen Schauern kommen. Das Metrologische Institut beobachtet heute ein System was sich etwa 1850 Kilometer entfernt bei den Winward Islands (Grenada, Barbados u.a.) befindet. Dieses System hat eine Wahrscheinlichkeit von unter 50 Prozent in den nächsten 48 Stunden ein Tropensturm zu werden. Dieses System bewegt sich mit 24 km/h in Richtung Ost/Nordost.
Devisen: Der Euro wird auch heute wieder deutlich über 1,22 US-Dollar gehandelt. Aktuell kostet ein Euro 1,2291 Dollar. Das sind 0,0078 Dollar mehr wie zum gestrigen Handelsschluss (+0,64%).
Trotz der gestrigen Herabstufung von Griechenland durch die Ratingagentur Moody’s hielt sich der Euro über der Marke von 1,22 Dollar. Das liegt zum einen daran, das der Pessimismus ein wenig verflogen sei, zum anderen daran, dass Moody’s nur ein Nachzügler war und die Bewertung nur an die anderen Ratingagenturen angepasst hat. Der Euro ist auch keiner Spekulation über die Zuspitzung der Lage in Spanien aufgesessen. Das zeigt, dass der Markt nicht mehr auf jedes Gerücht reagiere.
Rohstoffe: Die Ölpreise haben am Dienstag im frühen europäischen Handel leichte Gewinne verzeichnet. Die Erwartung sinkender Öllagerbestände in den USA stützt den Markt. Ohne größere Überraschungen dürfte der Ölpreis weiter eng an die Entwicklung der internationalen Finanzmärkte gebunden sein.
Die Ölpreise am Dienstag sehen wie folgt aus. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Juli stieg am Mittag auf 75,76 US-Dollar. Das sind 64 Cent mehr als zum Handelsschluss am Vortag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent stieg um 88 Cent auf 76,08 Dollar.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) ist gestiegen. Nach Berechnungen des OPEC-Sekretariats vom Dienstag kostete ein Barrel am Montag im Durchschnitt 73,35 US-Dollar. Das ist 1,06 Dollar mehr als am Freitag. Die OPEC berechnet ihren Korbpreis täglich auf der Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells.
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Dienstag, 15. Juni 2010
Dominikanische Republik auf schwarzer US-Liste
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