
Die Regierung hat gestern beschlossen, pauschal in den Haushalten der Ministerien sowie der dezentralen und autonomen Institutionen 20 Prozent zu kürzen. Mit dieser Maßnahme, verkündet durch den Finanzminister Vicente Bengoa, soll das Defizit in der Energiesubvention gedeckt werden.
Hintergrund dieser Maßnahme ist, dass die 380 Millionen US-Dollar die im laufenden Haushaltsjahr für die Energiesubvention im Haushalt eingestellt wurden bereits aufgebraucht sind. Verschiedenen Vereinbarungen mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) lassen aber eine Finanzierung des Defizits durch Kredite nicht zu.
Mit der nun durchgeführten Maßnahme wird man zusätzliche 350 Millionen US-Dollar für die Stromsubvention zur Verfügung haben.
Wäre man den Weg über neue Schulden gegangen, dann hätte man riskiert neue finanzielle Zuwendungen des IWF zu verlieren.
Allerdings beißt sich hier auch die Katze selbst in den Schwanz. Wenn man pauschal in allen Ministerien 20 Prozent kürzt, dann leiden auch andere wichtige Projekte darunter.
So können durch diese Maßnahme zum Beispiel Straßen nicht mehr wie geplant gebaut werden. Die anderen Sozialprogramme der Regierung müssen weiter zurück gefahren werden. Und auch der Bereich Bildung wird betroffen sein.
Und für was setzt man die Zukunft des Landes, die Bildung der Kinder, auf das Spiel? Dafür das Diebe auch in Zukunft keinen Strom bezahlen müssen.
Straßeneröffnung
Eines der letzten Projekte dieser Größenordnung was der Präsident der Dominikanischen Republik, Leonel Fernandez, heute einweihen wird.
In einen feierlichen Akt wird Präsident Fernandez die sanierte Straße zwischen Casabito und Constanza in der Provinz La Vega einweihen.
Der Bau dieser 51 Kilometer langen Verbindung, inklusive einer Brücke über den Fluss Arroyazo, die nun auch gegen Unterspülung geschützt ist kostete 112 Millionen US-Dollar.
Und noch einmal Strom

Der Vize-Präsident der CDEEE, Celso Marranzini, erklärte dass es ihm gelungen sei bei den Preisneuverhandlungen mit den Erzeugern 65 Millionen US-Dollar an Einsparungen heraus zu handeln.
Allein bei AES Dominicana gibt es Einsparungen von 34 Millionen US-Dollar. Bei der Wasserenergie werden es 22 Millionen US-Dollar sein und bei Falconbridge kommen noch einmal 9 Millionen US-Dollar hinzu.
Dies ist ein wirklich erfreuliches Ergebnis. Allerdings zeigt es auch, dass erhebliches Einsparpotenzial bei den Verschiedenen Akteuren auf den gesamten Stromsektor vorhanden ist.
Wenn die Erzeuge bereit sind sich auch zu beteiligen, dann muss die CDEEE schleunigst damit beginnen die eine Million nicht zahlender Kunden zur Kasse zu bitten.
Man sollte auch dringend von Seiten der Verteilerfirmen dazu übergehen die einzelnen Nichtzahler vom Netz zu nehmen. Nur so merkt derjenige nämlich das er etwas falsch macht. Denn wenn er aus dem Fenster schaut und alle Nachbarn haben Licht nur er nicht, dann entschließt er sich auch zu zahlen.
Im Moment werden aber ganze Straßenzüge und Viertel und Sippenhaft genommen. Das kann nicht richtig sein.
Wetter
Die Wahrscheinlichkeit, dass man von Schauern und Gewittern überrascht wird nimmt weiter ab. Lediglich im Süden der Republik kann es vereinzelt zu kleineren örtlichen Schauern kommen.
http://www.onamet.gov.do/
Devisen
Im Zuge stark gesunkener europäischer Börsen gab heute im frühen Handelsverlauf der Euro zum Dollar weiter deutlich nach. Nach Ansicht einiger Analysten schein der Euro nun seinen „Wohlfühlraum“ zwischen 1,22 Dollar und 1,25 Dollar gefunden zu haben.
Auch zum Schweizer Franken hin gibt der Euro nach. Des einen Freud, des anderen Leid könnte man sagen. Denn die Schweiz wickelt 60 Prozent ihres Außenhandels mit der Eurozone ab. Die Schweizer Nationalbank sieht die rasante Entwicklung des Franken mit Sorge. Denn in ihr steckt ein erhöhtes Inflationspotential.
Aktuell kostet ein Euro 1,2197 US-Dollar. Das sind 0,0085 US-Dollar (-0,69%) weniger wie zum gestrigen Handelsschluss.
Rohstoffe
(folgt später)
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