Dienstag, 11. Mai 2010

Wahlversprechen

Europäer mögen sich verwundert über folgende Nachricht die Augen reiben, allerdings in der Dominikanischen Republik ist es eine Nachricht wert.
Der Chef der CDEEE hat mitgeteilt, dass im Zuge der Wahl die Energieversorgung für drei Tage sichergestellt ist. Drei Tage lang soll auf der Insel kein Licht ausgehen, außer man bedient den Lichtschalter.
Ich würde mich freuen wenn es drei Tage ununterbrochen Strom geben würde, nur die Worte hör’ ich wohl, allein mir fehlt der Glaube. Schließlich schafft man es jetzt schon nicht den Staat mit verschiedenen Stromkreisläufen mit Elektrizität zu versorgen. In den Armensiedlungen sind Stromausfälle von bis zu 16 Stunden keine Seltenheit. Und selbst in den Gebieten wo man eine 24 Stunden Versorgung garantiert kommt es immer wieder einmal vor, dass der Strom weg ist.
Allerdings ist diese Ankündigung der CDEEE kaum zu überprüfen. Schließlich wird sich die Presse im Zuge der Wahl auf andere Themen stürzten. Wenn dann irgendwo auf der Insel mal der Strom für ein paar Stunden fehlt wird niemand darüber berichten.

Der Kandidat für den Posten des Senators der Provinz El Seibo erklärte, dass eine Firma in der Provinz Treibhäuser errichten möchte. Diese sollen den Landwirten helfen.
In der Sache ist das eine gute Idee. Allerdings rückte der Kandidat der PLD-Partei nicht mit der Sprache heraus wer die Treibhäuser bauen wolle. Somit ist diese „Ankündigung“ als das zu bewerten was sie ist, ein Wahlkampfversprechen.
Ist schon toll hier. Man stellt einfach eine Behauptung auf und bleibt die notwendigen Beweise einfach schuldig. Und wenn dann nach der Wahl nichts passiert, dann kann man immer noch sagen, dass die Firma vom Projekt abgesprungen sei.

Und noch ein wenig Wahlkampf. Ein Fernsehteam von Kanal „Antena Latina“ hat beobachtet wie verschiedene Elektrogeräte von der staatlichen Lotteriegesellschaft zum Lagerplatz der PLD-Partei verfrachtet wurden.
Ob diese Geräte, die eigentlich sozial Bedürftigen zur Verfügung gestellt werden sollen, nun als Wahlkampfgeschenke unter das Volk gebracht werden sollen lässt sich im Moment noch nicht sagen. Auf jeden Fall stinkt die Sache ganz gewaltig bis zum Himmel. Denn warum sonst wurden die Journalisten während der Nachforschungen unter Feuer genommen?

Noch was? Ja, Tono Lena ist nun in der Dominikanischen Republik angekommen. Er wurde von mehreren Polizeigeneralen während seiner Überführung aus Venezuela in die Dominikanische Republik begleitet.

Wetter: Im Norden leicht bedeckt mit Schauern und Gewittern. Im Süden am Morgen noch sonnig später ist aber auch hier mit vereinzelten Regenschauern zu rechnen.
Das Metrologische Institut warnt zudem vor Erdrutschen und Überschwemmungen in den Provinzen Monseñor Nouel, La Vega, Duarte, Maria Trinidad Sánchez und Sánchez Ramírez.

Devisen: Das Stabilitätsprogramm für den Euro wirkt nicht wirklich. Ist aber auch kein Wunder. Schließlich bestehen die Probleme die zum Vertrauensverlust geführt haben auch weiterhin fort.
Für einen Euro erhält man 46,85 Pesos und für einen Dollar 36,80 Pesos.

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