Nun also auch in der Dominikanischen Republik. Das Thema Schweingrippe ist in Europa und den meisten anderen Staaten der Welt politisch und gesellschaftlich durch. Nur nicht hier und schon gar nicht wenn Wahlen vor der Tür stehen und die Regierungspartei Handlungsfähigkeit demonstrieren muss.
Das Gesundheitsministerium und die Sozialfürsorge, werden ab Juni, mit der Impfung gegen die in Europa unter den Namen Schweinegrippe bekannt gewordenen Grippe beginnen. Gemäß dem Gesundheitsminister soll eine Million Einwohner geimpft werden. Gleichzeitig erklärte aber derselbe Minister, dass zurzeit keine Gefahr bestehe.
Wenn doch keine Gefahr besteht, warum impft man dann? Besonders dann, wenn man sich überlegt wie höchst umstritten die Aktionen und deren Nutzen in Europa waren.
Der Präsident der PRD-Partei, Miguel Vargas Maldonado, erklärte anlässlich seines Wahlkampfauftrittes in der Nordregion, dass das Haushaltsdefizit in diesem Jahr das nach dem Zusammenbruch der Bank Baninter übersteigen könne.
Er erklärte, die jetzige Regierung habe den guten Geschäftssinn und die Vorsicht verloren habe, wie man die Wirtschaft verwalte. Denn nach eigenen Aussagen der Regierung hätte man im ersten Vierteljahr ein Defizit von 18.300 Millionen Pesos angehäuft.
Auf Sicht des ganzen Jahres prophezeit der Präsident der PRD ein Defizit von bis zu 90.000 Millionen Pesos. Dies wäre dann doppelt so viel wie nach dem „Fall Baninter“.
Dies erklärte er kurz bevor er zu einer Wahlkampfreise nach Sosua, Puerto Plata und Imbert aufgebrochen ist.
Mord und Totschlag. In den ersten zwei Monaten des Jahres 2010 hat die Generalstaatsanwaltschaft 373 Tote durch Gewaltanwendung registriert. Die Zahl der Morde pro 100.000 Einwohner sei konstant geblieben.
Was nicht erwähnt wird ist, dass sich die Quote auf einem hohen Niveau bewegt. Schließlich hat die Dominikanische Republik nicht einmal 10 Millionen Einwohner.
Noch was? Ja! Der Drogenbaron del Tiempo, der ehemalige Ehrenoffizier der Nationalpolizei hat etwa 50 Container mit Drogen nach Europa geschafft.
Aufgeflogen ist er Anfang Mai. Da hat die Spanische Polizei 1.200 Kilogramm (kein Schreibfehler 1,2 Tonnen waren es wirklich) in einer Sendung beschlagnahmt.
Welch „ehrenwerte Gesellschaft“. Es glaubt doch kein Mensch, dass man praktisch zwei Jahre lang jeden Monat zwei Container voll mit Drogen an allen Offiziellen vorbei nach Spanien verbringen kann.
Das der Chef der Nationalpolizei allein drei Wohnungen im Luxushochhaus des del Tiempo im Wert von 4,5 Millionen US-Dollar besitzt sollte zum Nachdenken anregen.
Wetter: Immer noch bedeckt mit zum Teil sonnigen aber auch regnerischen Abschnitten.
Devisen: Für einen Euro erhält man 48,25 Pesos und für einen Dollar 36,75 Pesos.
Dienstag, 4. Mai 2010
Nachwirkungen
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