Man glaubt es kaum, aber nun ist es offensichtlich doch soweit. Der venezolanische Präsident Hugo Chavez ist mit seinen Außenminister und dem Chef der staatlichen Erdölgesellschaft im Anflug auf die Dominikanische Republik.
Bei seinen Aufenthalt soll der Vertrag zum Verkauf von 49 Prozent der Anteile an der zurzeit staatlich dominikanischen Raffinerie ‚REFIDOMSA’ unterzeichnet werden.
Ob sich der Präsident der Dominikanischen Republik allerdings lang über die geplanten Einnahmen in Höhe von etwa 130 Millionen US-Dollar aus dem Verkauf freuen kann bleibt abzuwarten. Schließlich stehen Investitionen in Höhe von bis zu 2,5 Milliarden US-Dollar in den nächsten Jahren an.
Ich bin ja mal gespannt was da nun raus kommt. Wenn es was Interessantes zu erzählen gibt, dann morgen natürlich mehr darüber.
Apropos Staatshaushalt. Die Auslandsschulden haben einen Stand erreicht, dass sich die Balken biegen. Im Ganzen hat die Dominikanische Republik Schulden im Ausland oder bei Internationalen Organisationen in Höhe von 8,2 Milliarden US-Dollar.
Hört sich erst einmal nicht schlimm an. Wenn man allerdings sieht, dass die Verschuldung allein im letzten Jahr um fast eine Milliarde, oder 13 Prozent, gestiegen ist, dann kann man schon Angst bekommen und sich fragen in welche Richtung man marschiert.
Was ist noch passiert? Nachdem in den letzten Wochen der Zuckerpreis faktisch durch die Decke gegangen ist, wurde dieser nun festgeschrieben.
Man hat von Seiten der Regierung einfach die Katastrophe von Haiti unterschätzt. Ausländische Hilfsorganisationen sind in guter Absicht ins Land gekommen und wollten den leidenden Nachbarn helfen. Wie man sich vorstellen kann, werden nach einer solchen Katastrophe natürlich auch Lebensmittel benötigt. Diese wurden in der Dominikanischen Republik erworben und in das Nachbarland geschafft.
Wenn man nun bedenkt, dass man lediglich beim Reis einen Selbstversorgerstatus hat, dann versteht man recht schnell, dass die importierten Artikel recht schnell teurer wurden. Das sich auch der eine oder andere Händler eine goldene Nase verdient hat, das möchte ich natürlich nicht verschweigen.
Nun gut, nun ist der Preis für den Zucker festgesetzt. Marktwirtschaftlich gesehen ist das natürlich unlogisch, um die Bevölkerung aber zu beruhigen, besonders vor der anstehenden Wahl, macht es aus Sicht der Regierung wahrscheinlich logisch.
Wetter: Wesentliche Veränderungen sind nicht zu sehen auf der Wetterkarte.
Devisen: Für einen Euro erhält man 47,55 Pesos und für einen Dollar 36,72 Pesos. Die „Griechenlandpleite“ strahlt auch bis in die Dominikanische Republik. Vor nicht allzu langer Zeit hat man noch 51 Pesos für einen Euro erhalten. Heute ist dieser unter 1,30 Dollar gerutscht. Es gibt nicht wenige Analysten die nun sagen, es wird Zeit sich anzuschnallen.
Mittwoch, 5. Mai 2010
Geld, Geld, Geld
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