Die bereits schon einmal hier thematisierten Vorwürfe bezüglich des Wahlbetruges beginnen sich zu konkretisieren.
Die Partei PRD (Partido Revolucionario Dominicano) erhebt über ihren stellvertretenden Präsidenten schwere Vorwürfe gegen den Zentralen Wahlrat (JCE – Junta Central Electoral). Man wirft der JCE vor, dass diese direkt am Wahlbetrug beteiligt sei. Als Beweis führt man ein Bulletin an, dass die JCE am Tage nach der Wahl veröffentlicht hat, und welches das Nachzählen der Stimmen in den örtlichen Wahlausschüssen verbietet.
Ebenfalls als Beweis wird angeführt, dass man in neun Wahlkreisen eine Nachzählung von Seiten der JCE gebilligt hatte, diese aber nicht durchgeführt werden konnte. Als man nämlich nachzählen wollte waren die Wahlurnen durch den Präsidenten der JCE mitgenommen wurden. Der aktuelle Aufenthaltsort der Urnen ist unbekannt.
Auch wenn es für alles am Ende eine logische Erklärung geben kann, aber die Vorfälle haben doch etwas was man schwäbischen gern mit dem Ausspruch „Das hat ein Geschmäckle“ treffend beschreibt.
Aber auch aus den Reihen der Regierungspartei PLD (Partido de la Liberación Dominicana) machen sich erste Stimmen des Unmuts laut. Ein Abgeordneter dieser Partei beschwert sich öffentlich darüber, dass Stimmen die durch die Zähler im Wahllokal als gültig für ihn gezählt wurden, durch den Zentralen Wahlrat als ungültig deklariert wurden.
Es wird wohl noch ein paar Tage dauern bis die Emotionen wieder abgekühlt sind und, ja was eigentlich und?
Völlig entsetzt habe ich gerade in der Zeitung gelesen, dass die ersten Anwärter auf das Präsidentenamt der Dominikanischen Republik, hierfür findet die Wahl 2012 statt) in den Vorwahlkampf eingetreten sind.
Da kann man ganz dominikanisch nur sagen: „Gott steh’ uns bei!“. Zwei Jahre Dauerwahlkampf hält doch kein normaler Mensch aus. Hoffentlich verschwinden die Plakate noch einmal für ein Jahr in der Versenkung.
Anderes Thema. Am nächsten Dienstag beginnt nun offiziell die Hurrikansaison 2010 welche am 30.November ihr Ende finden wird.
Die Vorhersagen lassen für diese Saison nichts Gutes erahnen. Man rechnet 14 bis 23 Stürmen von denen sich 8 bis 14 zu einen Hurrikan entwickeln könnten. Von diesen Hurrikans haben bis zu sieben Stück das Potenzial für Hurrikans der Kategorie 3,4 oder 5 mit Windgeschwindigkeiten von mindestens 180 km/h. Diese Vorhersage hat eine Wahrscheinlichkeit von immerhin 70 Prozent!
Wetter: Während der Nacht und am frühen Morgen noch Regenschauer an den nördlichen Ausläufern der Cordillera Central. Im Laufe des Tages bleibt es wolkig bis bedeckt und im gesamten Land ist mit vereinzelten Schauern und Gewittern zu rechnen.
Devisen: Der Euro erholt sich weiter. Gestern Abend erreichte uns noch die Nachricht, dass China und auch Kuwait Anleihen in Euro behalten wollen. Es findet also gerade in China keine Umschichtung statt. Im heutigen Handelsverlauf zeigt sich der Euro zum Dollar sehr unentschlossen. Hat er in der Nacht noch leichte Verluste eingefahren, so machte er diese seit Handelsbeginn wett und tendiert im Moment auf Vortagsniveau bei 1,2357 US-Dollar.
Rohstoffe: Gestern hat der Ölpreis mit über 5 Prozent deutlich zulegen können. Diese Performance wird vor allem den positiven Börsen in Deutschland und natürlich den USA zugeschrieben.
Aber auch am Freitag sind die Ölpreise weiter gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Juli kostete 75,33 Dollar. Das waren 78 US-Cent mehr als am Vortag. Der Preis für die Nordseesorte Brent stieg um 65 US-Cent auf 75,31 US-Dollar.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) ist erneut deutlich gestiegen. Nach Berechnungen des OPEC-Sekretariats vom Freitag kostete ein Barrel am Donnerstag im Durchschnitt 70,48 US-Dollar. Das waren 2,27 US-Dollar mehr als am Mittwoch. Die OPEC berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells.
Wenn man sich die Wochentendenz betrachtet, dann müssten heute Abend durch das Handelsministerium also steigende Benzinpreise für die nächste Woche bekannt gegeben werden.
Ich wünsche allen Lesern ein schönes Wochenende!
Freitag, 28. Mai 2010
Erstaunliches
Labels:
Devisen,
Dominikanische Republik,
DomRep,
Hurrikansaison,
JCE,
Leonel Fernandez,
PLD,
Präsident,
Präsidentenwahl,
PRD,
Rohstoffe,
Santo Domingo,
Wahlbetrug,
Wahlen,
Wetter
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen