Montag, 3. Mai 2010

Der Wahlkampf geht weiter

Die Regierung hat in Santiago damit begonnen 21.350 Lebensmittelpakete an bedürftige Familien zu verteilen. Begünstigt sollen auch schwangere Frauen werden.
Die Pakete enthalten Reis, Bohnen, Salami, Öl und Milch.
Diese Aktion hat wieder einmal einen fahlen Beigeschmack. Werden doch mit Geldern der Regierung und mit Eigentum des Staates ganz offen für die Regierungspartei PLD geworben. Denn in anderen Zeiten des Jahres finden derartige Aktionen nicht statt.
Ich denke, man möchte die ärmsten der Armen mit diesen Lebensmittelpaketen dazu bewegen die Stimme für die PLD zu geben. Es soll ganz offensichtlich der Eindruck erweckt werden, dass die Regierung sich um die Bevölkerung kümmert. Leider ist dies nur zu Wahlkampfzeiten der Fall.

Auch der Chef der Dominikanischen Luftwaffe sah sich genötigt wieder einmal zu den Super Tucanos Stellung zu nehmen.
Nach dessen Ansicht sind die zwei bereits im Land stationierten Flugzeuge ein voller Erfolg. Seit dem 10. Dezember 2009 hätte jedes der beiden Flugzeuge knapp 20 Stunden an Verfolgungseinsätzen abgeleistet. Ergebnisse, außer dass es keine Abschüsse gegeben hatte, wurden zu diesen Einsätzen aber nicht vorgelegt.
Wenn man einmal davon ausgeht, dass man pro Einsatz etwa 2 Stunden in der Luft ist, dann hat man 10 Einsätze geflogen.
In 141 Tagen also 10 Einsätze. Da kann man sich natürlich ganz berechtigt fragen warum man dann noch 8 weiter Flugzeuge benötigt. Wie es aussieht wollte man wohl wieder einmal nicht mehr wie das Volk beruhigen.

Und auch noch das. Der Herr Finanzminister weilte in New York. Dort sollte er Staatsanleihen platzieren.
Eigentlich von Haus aus schon recht ungewöhnlich, dass ein Finanzminister zur Platzierung der Anleihung extra zu der Bank reisen muss die die Anleihe an den Markt bringen will. Wie auch immer. Vor der Abreise wurde durch das Parlament eine Anleihe von 1 Milliarde US-Dollar festgelegt. Platziert wurden aber nur 750 Millionen US-Dollar. Der Finanzminister bezeichnet das auch noch als Erfolg und behauptet, dass man bis zu 4,5 Milliarden US-Dollar am Markt hätte platzieren können.
Die Frage die man durchaus stellen darf ist, warum hat er dann nicht einmal die vom Finanzministerium geforderte und durch das Parlament genehmigte Summe von 1 Milliarde US-Dollar eingesammelt?

Wetter: Im ganzen Land wolkig und ab und an sonnig.

Devisen: Für einen Euro erhält man 48,25 Pesos und für einen Dollar 36,71 Pesos.

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