Donnerstag, 29. April 2010

Schlechter Stil

Die Landreform, die sich in diesem Jahr das 48. Mal jährt, begünstigte nun wieder einige Menschen. Der Präsident der Dominikanischen Republik, Leonel Fernandez, übergab in einen feierlichen Akt 393 definitive Besitzurkunden an die begünstigten Familien.
Die Maßnahme ist mit Kosten in Höhe von über 250 Millionen Pesos verbunden.
Man muss eigentlich nicht besonders erwähnen, dass es schon etwas seltsam anmutet, dass direkt vor einer Wahl der Präsident solche Geschenke unter das Volk bringt.

In Rio San Juan wurden mehrere Kinder durch den Verzehr des kostenlosen Schulfrühstücks vergiftet. Angeblich sollen die Kinder vergiftetet Milch getrunken haben.
Laut dem Bildungsminister liegt die Zahl der betroffenen Kinder bei 56. Und was wirklich traurig ist, die meisten befinden sich noch immer unter ärztlicher Aufsicht im Krankenhaus.
Das Bildungsministerium kündigte an, zu diesem Fall in den nächsten Tagen einen Bericht zu veröffentlichen.
Aufklärung tut hier auch Not. Denn dies ist nicht der erste Fall in der Region. Nachdem bereits schon einmal hunderte Kinder durch das trinken der Milch vergiftet wurden, wurde das Schulfühstück bis zum Mitte April diesen Jahres eingestellt.

Wetter: Keine Änderung an der Wetterlage zu den letzten Tagen.

Devisen: Für einen Euro erhält man 48,40 Pesos und für einen Dollar 36,80 Pesos.

Mittwoch, 28. April 2010

Traurige Nachrichten

Heute muss ich leider mit einer traurigen Nachricht eröffnen.

Im Osten der Dominikanischen Republik, in Higüey, kam es zu einem folgenschweren Unfall. Dabei kamen zwei Personen ums Leben. Beim Zusammenstoß zwischen einen Jeep und einen Touristenbus starben die eine Dominikanerin im Alter von 22 Jahren und ein Nordamerikaner im Alter von 57 Jahren. Die Todesopfer saßen alle im Jeep. Die Touristen im Bus wurden zum Teil schwer verletzt. Sie wurden zum Teil mit Hubschraubern in verschieden Kliniken in Santo Domingo verbracht.

Auch wir möchten noch einmal auf die besonderen Gefahren im dominikanischen Straßenverkehr hinweisen. Touristen die sich in dieses Abenteuer stürzen möchte, rufen wir zu einer defensiven Fahrweise auf. Weitere Informationen erhält man unter anderen auf der Seite des Auswärtigen Amtes unter der Rubrik Allgemeine Reiseinformationen / Straßenverkehr.

Neue Informationen zu den Wahlen. Durch den Verteidigungsminister wurde ein Plan zum Schutz der Wahllokale verkündet. Er übergab den Plan, welcher 45.000 Soldaten zum Schutz der Wahl vorsieht, an den Zentralen Wahlrat. Diese Soldaten werden die 13.250 Wahllokale sichern. Außerdem begrüßte der Minister, dass während der Wahl ein Trageverbot für Handfeuerwaffen gilt.

Noch etwas? Ja! Der Oberste Gerichtshof hat einen Richter suspendiert der vorgestern einen mutmaßlichen 36 fachen Mörder mittels einer Kaution wieder zur Freiheit verholfen hat. Es wurden außerdem umfangreiche Ermittlungen gegen den Richter angeordnet. Die Staatsanwaltschaft wurde beauftragt gegen die Entlassung auf Kaution in Revision zu gehen.
Keiner konnte das Urteil des Richters verstehen. Umso mehr ist es zu begrüßen, dass die Aufsichtsbehörden ihren Auftrag wahrnehmen. Es liegt vieles im Argen, aber auch solche kleinen Schritte sollte man positiv erwähnen.

Wetter: Sonne und Regen wechseln sich auch heute wieder ab. Nur im Cibao und im Westen des Landes ist mit längeren aufgehellten Strecken zu rechnen.

Devisen: Für einen Euro erhält man 48,35 Pesos und für einen Dollar 36,77 Pesos.

Dienstag, 27. April 2010

Die Wahlen rücken immer näher

Wer Wahlkampf in der Karibik noch nie erlebt hat, der wird beim ersten Mal begeistert sein. Öfters sieht man Ausländer die zu schönen Melodien mittanzen. Erst wenn man erklärt, dass das politische Lieder wären, wird man meist mit großen Augen angesehen.
Tja, Wahlkampf in der Dominikanischen Republik ist schon eine ganz besondere Sache. Nicht nur schöne, von der Melodie her, Musik, nein auch noch Karawanen. Da verteilen Wahlkämpfer schon einmal Benzingutscheine nur damit man sich bei ihnen in der Karawane einreiht. Allerdings ist Vorsicht geboten.

Und an der Spitze dieser Wahlveranstaltungen ziehen die jeweiligen Führer der Parteien durch das Land. Der Präsident der Dominikanischen Republik, Leonel Fernandez, führt also den Umzug der Regierungspartei PLD durch das Land an. Und er scheint sich seiner Sache für die im Mai stattfindenden Stadthalter- und Kongresswahlen sehr sicher zu sein.
Der Präsident ist nämlich der Meinung, dass man schon 27 Provinzen sicher gewonnen habe und die restlichen 5 auch noch für sich entscheiden werde. Aus diesem Grund hat er auch schon einmal die Mitglieder aufgefordert mit der Party zu Beginnen. Schließlich könne keine andere Partei wie die PLD gewinnen.

Eigentlich müsste man es nicht extra erwähnen, ich mach es trotzdem einmal. Der Führer der zweitwichtigsten Partei im Lande, der PRD, Herr Miguel Vargas, sieht das alles natürlich ganz anders.
Er qualifiziert die Arbeit der Regierung als Scherbenhaufen. Die PLD würde nichts hinterlassen außer gestiegener Kosten, weiterer Stromausfälle, Arbeitslosigkeit und Korruption.
Da hat der Herr Vargas schon Recht mit seiner Bewertung. Allerdings glaube ich, dass sich nichts Wesentliches ändern würde wenn die PRD an die Macht kommen würde.

Passend zu diesem Thema hat der Zentrale Wahlrat (JCE) erklärt, dass man eine Kampagne starten werde die das Ausfüllen der Wahlzettel der Bevölkerung erklären werde. Wollen wir einfach nur hoffen, dass die Führer der JCE, die meisten Mitglieder der Regierungspartei, nicht den Menschen zeigen wo sie ihr Kreuz zu machen haben.
Man geht übrigens davon aus, dass bis zu 70 Prozent der Wahlberechtigten an der Wahl teilnehmen werden.

Wetter: An der Großwetterlage der letzten Tage hat sich immer noch nichts Wesentliches geändert. Es gibt Sonne und auch Schauer – die Landwirte wird es freuen.

Devisen: Für einen Euro erhält man 48,80 Pesos und für einen Dollar 36,65 Pesos.

Montag, 26. April 2010

Rund ums Wasser

Heute schauen wir mal auf das Wasser. Schließlich ist dies einer der Gründe warum man von Europa in die Karibik reist.

Ein Motorsegler der aus dem Hafenbecken von Boca Chica geborgen wurde, ist nun durch die Kriegsmarine für über 1,4 Million Pesos saniert wurden.
Was war passiert? Im letzten Jahr berichteten Zeitungen von dem gesunkenen Motorsegler „Black Jack“. Dieser wurde 1973 durch den Oberst Caamaño Deñó dazu benutzt um mit acht weiteren Kämpfern einen Umsturz der damaligen Regierung unter Balaguer herbei zu führen.
Ist aber in Ordnung. Wenn man sonst keine Probleme hat, dann kann man natürlich auch gesunkene Boote sanieren.

Andere wären froh wenn sie ein solches Boot, wie das eben genannte, hätten. Denn nicht wenige Menschen aus der Dominikanischen Republik wagen sich mit einfachsten Booten hinaus auf das offene Meer um Puerto Rico, das bekanntlich zu den USA gehört, zu erreichen. Das Paradies ist nämlich nicht für alle Menschen ein Paradies. Viele Dominikaner leben in bitterer Armut. In der Flucht über das Meer sehen sie die einzige Möglichkeit ihr Leben zu verbessern. Leider kommt es dabei immer wieder zu tragischen Unglücken. Viele, zu viele, verlieren auf hoher See ihr Leben.
Und die, die es in halbwegs seetüchtigen Booten schaffen sich auf das Meer hinaus zu wagen? Auf die warten die US-Coast Guard und die Kriegsmarine der Dominikanischen Republik. Und dessen Chef teilte am Wochenende mit, dass man innerhalb von 24 Stunden vier illegale Bootsreisen verhindert habe. Die nun wieder in der Heimat gestrandeten dürfen also weiter das heimische Paradies genießen.

Und noch einmal Wasser. Diesmal aber die andere Richtung. Diesmal wurde ein Boot bei Samana durch die Kriegsmarine aufgebracht was aus Puerto Rico in die Dominikanische Republik wollte. An Bord des Bootes waren zwei Dominikaner und drei Koffer. Dominikaner vor der dominikanischen Küste? Kein Problem! Aber die die 1,2 Millionen US-Dollar die die Herren bei sich hatten, lassen doch einige Fragen aufkommen.
Auch die Kriegsmarine war der Meinung, dass man der Sache mal auf den Grund gehen sollte. Deswegen wurden die Herren verhaftet.

Was ist sonst noch los? Die Regierung baut schon fleißig an der zweiten Metrolinie in der Hauptstadt ohne das die Ausschreibung abgeschlossen wäre. Auch hat man eben mal so eine Verlängerung der zweiten Linie ebenso einmal beschlossen.
Der Benzinpreis wurde auch in dieser Woche nicht erhöht. Das liegt wohl daran, dass Wahlen vor der Tür stehen. Da möchte man dem geneigten Publikum keine erhöhten Spritpreise zumuten. Würde dies doch die Chancen auf Wiederwahl schmälern. Dass die Preise nach der Wahl aber wieder beachtlich angehoben werden, dass dürfte ausgemachte Sache sein.

Wetter: Die Vorhersage hat sich immer noch nicht geändert. Im Westen und im Cibao sonnig und bedeckt. Im Rest des Landes ist mit Niederschlägen bei bedecktem Himmel zu rechnen.

Devisen: Für einen Euro erhält man 48,40 Pesos und für einen Dollar 36,58 Pesos.

Freitag, 23. April 2010

Was ist nur los?

Letzten Donnerstag habe ich darüber berichtet, dass in Montecristi der Repräsentant der Drogenpolizei (DNCD) wegen Verwicklungen in Drogengeschäfte verhaftet wurde.
Nun hat sich ein Geistlicher zu Wort gemeldet und seine Sicht der Dinge geschildert. Diese lässt erhebliche Zweifel an der offiziellen Version zu.
Der Priester erklärte, dass der verhaftetet Leutnant einen guten Job in der Gemeinde verrichtet hat. Er wurde von den gesellschaftlichen Gruppen respektiert. Das ging sogar soweit, dass die Gruppe „Bewegung zur Entwicklung von Montecristi“ dem Polizeioffizier die Verpflegung und das Benzin für den Dienstwagen spendeten, damit dieser seinen Dienst versehen könne.
Wie der Geistliche weiter erklärte, sind zum Zeitpunkt der Verhaftung des Leutnants die Dealer aus ihren Löchern gekrochen und haben einen „Konvoi der Freude“ durch die Stadt abgehalten.
Auch die Beweise gegen den Leutnant scheinen gefälscht. Als der ermittelnde Oberst Drogen präsentierte und erklärte: „Die haben wir bei ihn gefunden“, sagte der Leutnant: „Herr Oberst, Sie wissen genau, dass Sie diese Drogen selbst mitgebracht haben.“
Weitere Zeugen bestätigen, dass der Leutnant laut bei seiner Verhaftung gerufen habe: „Man will mir Drogen unterschieben und mich umbringen!“
Wie es aussieht hat der Leutnant einfach nur seinen Dienst zu gewissenhaft ausgeführt. Denn bereits vor Wochen, hat es sich den Geistlichen anvertraut und gesagt, dass er Angst davor habe aus dem Weg geräumt zu werden. Nach einer Rückkehr aus Santiago verstärkte sich wohl der Eindruck bei dem Leutnant. Damals berichtete der Leutnant von „Zusammenstößen“ mit dem nun ermittelnden Oberst, da er offensichtlich „eine ganze Menge wusste.“
Ich bin gespannt wie es weiter geht. Wenn es etwas Neues gibt werde ich berichten.

Selbe Stadt, anderes Thema. Nach Meinung des Tourismusministers wird nun Montecristi zum neuen Hot Spot für den „Luxustourismus“. Er kündigte Investitionen in einer Höhe von 5 Milliarden US-Dollar an. Für dieses Geld sollen dann 13 luxuriöse Anlagen in Montecristi gebaut werden.
Das ist natürlich wieder nur eine der unendlichen Ankündigungen. Da Wahlen kurz vor der Tür stehen versucht man sich noch schnell ins rechte Licht zu setzen. Umgesetzt wird davon natürlich nichts.

Wahlen, gutes Thema. Die Verwendung von staatlichen Mittel zur Wahlkampagne der Regierungspartei nimmt immer größere Ausmaße an. Im ganzen Land werden die Mobilen Küchen zu Wahlkampfzwecken missbraucht. Die Partei des Präsidenten Fernandez lässt durch diese Küchen Lebensmittelpakete verteilen. Und auf den Lastwagen wehen die Fahnen der Regierungspartei. Nach der letzten Präsidentenwahl hatte ich eigentlich gedacht man hätte den Zenit überschritten. Aber die Regierungspartei greift ganz ungeniert in die Staatskasse um für sich selbst Wahlkampf zu betreiben.
Übrigens, den Parteien stehen auch noch andere Gelder zu die über den Zentralen Wahlrat verteilt werden. Eigentlich hätte man den Griff in die Kasse nicht nötig.

Wetter: An der Großwetterlage hat sich nichts Wesentliches geändert. Im Westen immer noch sonnig mit ein paar Wolken. In einigen Teilen des Cibao - Tales ist es nun auch sonnig. Aber der Rest bleibt bedeckt und regnerisch.

Devisen: Devisen. Für einen Euro erhält man 48,40 Pesos und für einen Dollar 36,56 Pesos.

Donnerstag, 22. April 2010

Alles Geflügel

Als erstes möchte ich heute eine (Zeitungs)ente berichtigen. Ich habe gestern geschrieben, dass ein Hubschrauber des Heeres ein Kleinflugzeug abgeschossen hat.
Nun hat sich der Pressesprecher des Heeres zu Wort gemeldet und verkündet, dass das Kleinflugzeug wegen fehlenden Treibstoff ins Meer gestürzt sein. Die Hubschrauber des Heeres würden gar nicht zum Luftkampf taugen.
Da frage ich mich schon, warum das Heer dann diese Hubschrauber hat wenn nicht zum kämpfen? Die werden doch nicht etwa nur ein besseres Taxiunternehmen für Regierungsfunktionäre sein?

Eine andere Meldung sollte Dominikaner aufhören lassen. Evo Morales, Präsident von Bolivien, hat verkündet, dass der übermäßige Verzehr von Hähnchen Glatze und Schwul macht.
Aufgeklärte Menschen können über solche Sprüche natürlich nur mit dem Kopf schütteln. Kein Mensch findet einen Zusammenhang zwischen Ernährung und sexueller Orientierung.
Aber wie sieht das in einem Land aus, wo man an allerlei möglichen Hokuspokus glaubt? Ob sich die Dominikaner nun von ihren „Leibgericht“ Reis mit Hähnchen abbringen lassen? Wir werden es erfahren wenn die ersten Comedores wegen Umsatzeinbrüchen um staatliche Unterstützung bitten werden.

Und dann ist natürlich der Präsident wieder dabei Wohltaten zu verteilen. Nach dem Erdbeben in Haiti hat der Präsident der Dominikanischen Republik beschlossen, dass man Haiti eine neue Universität schenken werde. Die Kosten hierfür belaufen sich auf 50 Millionen US-Dollar.
Nicht falsch verstehen, ich bin durchaus für Hilfe. Aber immer nur das was man sich auch leisten kann. Urlauber die auch einmal aus den umschlossenen Anlagen heraus kommen und durch das Land fahren, können sich typisch dominikanische Schulen ansehen.
Für den der es nicht kennt, diese Schulen bestehen aus einen staubigen Schulhof mit Fahnenmast (ganz wichtig in diesen Land) und einer etwas besseren Bretterhütte. Von ausreichenden Lehrmaterial keine Spur. In den öffentlichen Schulen werden die Schüler auch in verschiedenen Schichten unterrichtet. Die eine Hälfte hat am Vormittag Unterricht und die andere Hälfte am Nachmittag.
Natürlich gibt es auch gemauerte Schulen wo es auch eine Möglichkeit zur Nutzung von Schulcomputer und Basketballplatz gibt. Nur leider nicht überall. Viele Kinder, gerade in den ländlichen Gebieten müssen unter den oben beschriebenen Umständen unterrichtet werden.
Unter diesen Umständen hätte ich mir erst einmal eine Investition in das eigene Schulsystem gewünscht. Denn von den Millenniumzielen der UNO zum Thema Bildung ist man noch Meilenweit entfernt.

Wetter. Nur im Westen des Landes soll es heute bei Bewölkung auch sonnige Abschnitte geben. Für den Rest des Landes sieht es in der Prognose immer noch bedeckt und regnerisch aus.

Devisen. Für einen Euro erhält man 48,75 Pesos und für einen Dollar 36,54 Pesos.

Mittwoch, 21. April 2010

Die Wahlen stehen vor der Tür

Die im Mai stattfindenden Kongress- und Stadthalterwahlen werfen nun langsam ihren Schatten voraus.

Die Drogenpolizei (DNCD) hat dem Zentralen Wahlrat (JCE) eine Liste mit verdächtigen Kadidaten übergeben. Leider scheint sich das zu bewahrheiten was viele, auch ernsthafte Politiker wie der Senator Wilton Guerrero, schon seit langen kundtun.
Auf den Listen der wählbaren Personen befinden sich einige die ihr Geld mit Drogen verdienen.
Da man in der Dominikanischen Republik Wahlen nach us-amerikanischen Vorbild durchführt, müssen auch die Kandidaten viel Geld in den Wahlkampf investieren. Viele hatten es bereits befürchtet, dass man nun auch mit schmutzigem Geld sich einen Job in der Politik sichern möchte. Aber im Grunde genommen ist das ja nichts Neues für die Region, leider!

Eine Patrouille der Nationalpolizei wollte ein flüchtige Person, der 17 Morde vorgeworfen werden, verhaften. Dabei kam es zu einer Schießerei. Der Beschuldigte wurde getroffen und verstarb auf dem Weg ins Krankenhaus.

Aber auch andere rüsten auf. So wurde über der Karibischen See ein Kleinflugzeug welches Drogen transportiert haben soll abgeschossen. Der Grund hierfür war, dass man einen Hubschrauber des Heeres unvermittelt unter Feuer nahm. Dieser wehrte sich natürlich und so kam es zu diesem Abschuss.
Die Super Tucanos blieben aber am Boden. Besser ist das auch. Schließlich waren die Teile so teuer, da darf die nächsten 100 Jahre keine Beule ran kommen.

Und sonst? Die Wettervorhersage sagt heute für das gesamte Land einen bewölkten Himmel mit Schauern voraus.

Devisen: Für einen Euro erhält man 48,90 Pesos und für einen Dollar 36,54 Pesos.

Dienstag, 20. April 2010

Der Tourismus

Gestern habe ich auf die wohl leicht sinkenden Touristenzahlen, bedingt durch die Flugausfälle, für den Monat April verwiesen.
Heute haben wir die aktuellen Zahlen für den Monat März. Die Zentralbank der Dominikanischen Republik hat bekannt gegeben, dass im Monat März diesen Jahres 3,83 Prozent mehr Besucher ins Land kamen wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Diese Steigerung entspricht einer Zunahme von 15.559 Gästen.
Im ersten Vierteljahr sind nach Angaben der Zentralbank 1.221.872 Touristen in das Land gekommen.

Diese Zahlen muss man aber wie immer mit Vorsicht genießen. Erst wenn der April auch noch mit Zahlen vorliegt, kann man wirklich sagen ob mehr oder weniger gekommen sind.
Denn ein wichtiger Bestandteil der März / April Gäste sind die Osterurlauber. Während im letzten Jahr Ostern Mitte April war und somit die Gäste auch im April angereist sind, war im diesen Jahr Ostern direkt an den ersten Tagen im April. Die Urlauber sind also schon im März angereist.
Wir werden also noch einen Monat warten müssen um eine wirkliche Abrechnung durchzuführen.

Was mich am meisten aber wundert ist, dass man auf der einen Seite jeden Monat Wachstumszahlen für den Tourismus bekannt gibt, auf der anderen Seite aber sich zum „Monaco der Karibik“ (O-Ton Präsident Fernandez) entwickeln möchte.
Hohe Zuwachsraten auf die Zahlen aus der Zeit des Massentourismus lassen wohl nicht den Rückschluss zu, dass man sich im Luxustourismus befindet.

Ebenfalls noch einen Nachtrag zur gestrigen Meldung, dass Präsident Fernandez den Vertrag zum Verkauf der Anteile an der Raffinerie REFIDOMSA nun in Caracas (Venezuela) unter Dach und Fach bringt.
Hugo Chavez führt wieder einmal den Präsidenten der Dominikanischen Republik vor. Denn der Vertrag wird nun doch nicht unterzeichnet. Von venezolanischer Seite wurde erklärt, der dominikanische Finanzminister und der Chef der staatlichen Ölbetriebe in Venezuela sollten den Vertrag am Flughafen unterzeichnen.
Allerdings gehört der Finanzminister gar nicht zur Delegation. Nun spricht man erst einmal von einem Termin im Mai. Wir werden sehen.

Eine interessante Meldung noch am Rande. Die Antidrogenpolizei (DNCD) entlässt mehrere Offiziere im Dienstgrad Oberst die eine Lügendedektortest nicht bestanden haben. Bei dieser Behörde frage ich mich, konnten diese etwa nicht gut genug lügen?

Devisen: Für einen Euro erhält man 49,05 Pesos und für einen Dollar 36,53 Pesos.

Montag, 19. April 2010

Gestrandet im Paradies

So dürften sich einige Urlauber in der Dominikanischen Republik während der letzten Tage gefühlt haben.

Denn der Vulkanausbruch in Island mit der vollständigen Sperrung des Luftraumes über Deutschland seit Donnerstag strahlt auch in die Dominikanische Republik aus. Logisch erscheint, dass wenn kein Flugzeug Deutschland verlassen kann, auch keines nach Deutschland fliegen kann.

So mussten also einige Urlauber ihren Urlaub um ein paar Tage verlängern. Heute wurden allerdings ein paar Hängen gebliebene nach Österreich durch die CONDOR ausgeflogen worden.

Schlimm für die dominikanische Tourismusindustrie. Denn die Flieger kamen leer aus Deutschland und haben somit keine neuen Gäste mitgebracht.

Da auch Großbritannien, Frankreich und die BeNeLux Länder von einer Schließung betroffen sind, dürften die Touristenzahlen im Monat April deutlich negativer ausfallen. Wir werden sehen.

Wie bereits berichtet, ist der Präsident Fernandez in Venezuela gelandet. Er wird nicht nur an den Feierlichkeiten zum 200. Unabhängigkeitstag teilnehmen, nein, man berichtet er wird auch den Deal mit der dominikanischen Raffinerie REFIDOMSA durchziehen.
Hier soll Venezuela einen Anteil von 49 Prozent erhalten. Immerhin soll der Verkauf der Anteile 131,5 Millionen US-Dollar in die chronisch leere Staatskasse spülen.

Im Osten des Landes gab es ein Erdbeben der Stärke 5,2 auf der Richterskala. Leider ist zu berichten, dass durch eine durch das Beben ausgelöste Welle drei Dominikanerinnen aus einem Boot gespült wurden und ertrunken sind.

Und ganz wichtig, Eva Arias wurde zur Miss Dominicana gewählt.

Devisen: Für einen Euro erhält man 49,10 Pesos und für einen Dollar 36,53 Pesos.

Freitag, 16. April 2010

Die Stromversorgung

Die Energieversorgung ist ein leidiges Thema in der Dominikanischen Republik. Während Marrazini, Chef des staatlichen Elektrizitätsunternehmen CDEEE, erklärte, dass man in der Provinz Montecristi ein neues Kraftwerk bauen möchte, werden die Betreiber des Kraftwerkes von Las Terrenas mit rückwirkenden Steuerforderungen konfrontiert.

Was ist passiert? Mit einen nicht unbeachtlichen finanziellen Aufwand hat der Betreiber des Kraftwerkes von Las Terrenas auf Gas als Grundprodukt umgerüstet. Nun stellt der Staat eine Steuerforderung die sich auf den Zeitraum vom September 2009 bis jetzt bezieht. Die Höhe der Nachzahlung soll sich auf über 7 Millionen Pesos belaufen.
Die Unternehmer aus der Region erzählen, man will den privaten Erzeuger aus dem Markt drängen um den staatlichen Versorger der EdeNorte den Boden zu bereiten.

Und in Montecristi? Ja, da will nun ein Investor dessen Namen man aber nicht bekannt geben möchte ein Gaskraftwerk mit 500 MW bauen lassen. Marrazini erklärte, man will sogar in den nächsten vier Jahren 2.000 MW auf der Basis von Erdgas produzieren.
Wollen wir mal hoffen, dass der Investor auch Zeitung lesen kann. Dann wird er sehr schnell erfahren wie man in der Dominikanischen Republik mit Investoren umspringt wenn es gerade politisch ins Konzept passt.

Der Präsident der Republik, Leonel Fernandez, begibt sich diesen Sonntag wieder auf Reisen. Er wird nach Venezuela reisen um an Feierlichkeiten zur Unabhängigkeit teilnehmen.

Andere haben nicht so viel Glück. Deren Maschinen kommen nicht in der Dominikanischen Republik an. Grund hierfür ist der Ausbruch von einem Vulkan auf Island. Die Aschewolke zieht über Europa und beeinträchtigt den Flugverkehr. In Deutschland waren heute alle Flugplätze geschlossen. Und wo kein Flieger abhebt, da kann auch kein Flieger ankommen.

Die Kraftstoffpreise die durch das Industrie- und Handelsministerium festgelegt werden, bleiben auf dem Stand der Vorwoche.

Devisen: Für einen Euro erhält man 49,10 Pesos, für einen Dollar 36,53 Pesos.

Donnerstag, 15. April 2010

Die Polizei – Dein Freund und Helfer

Auf der Autopiste Duarte, am Kilometer 42, wurde eine Bande mit 9 Mitgliedern verhaftet. Interessant zu lesen ist, dass fünf von ihnen (Polizisten und Militärs) ihr Handwerk beim Staat gelernt haben. Auf den LKW wurden nach der Verhaftung, die wie meist mit einer Schießerei einherging, gestohlenes Eisen sowie diverse Waffen gefunden.

Ebenfalls verhaftet wurde der örtliche Vertreter der Antidrogenpolizei (DNCD) für Montecristi (liegt im Nordwesten der Dominikanischen Republik). Auch in der Nachbarprovinz wurden Angehörige der DNCD nach einer geheimdienstlichen Operation verhaftet. Sie alle wurden wegen des Verdachts auf Drogenhandel verhaftet und in die Hauptstadt Santo Domingo an den Hauptsitz der Behörde überstellt.
Wenn die Drogenpolizei selbst mit Drogen handelt sagt das eigentlich alles über den Zustand des Landes aus.

Ebenfalls wird folgender Vorfall gemeldet. Die Händler des Flohmarktes von Santo Domingo beschweren sich öffentlich über das vorgehen der Nationalpolizei. Diese beschlagnahmt immer wieder Mobiltelefone die auf dem Markt zum Verkauf angeboten werden. Die Händler versichern, dass für alle Geräte Einkaufsrechnungen vorliegen und fordern ein Handeln des Chefs der Nationalpolizei.

Zum Wetter. Der Regen mit heftigem Wind wird auch weiterhin in weiten Teilen des Landes anhalten. In den Provinzen Santiago, La Vega, Monseñor Nouel, Sánchez Ramírez, María Trinidad Sánchez, Samaná, Duarte (speziell Yuna), San Juan de la Maguana, Peravia, Monte Plata y Villa Altagracia wird vor Überschwemmungen und Erdrutschen gewarnt. In Azua nur vor Überschwemmungen.
Aber innerhalb der nächsten drei Tage soll sich die Wettersituation wieder entspannen.

Devisen. Für einen Euro erhält man heute 49,60 Pesos und für einen Dollar 39,49 Pesos.

Dienstag, 13. April 2010

Raffinerie REFIDOMSA soll ausgebaut werden

Santo Domingo / Dominikanische Republik

Die Geschäftsführung der REFIDOMSA gab bekannt, dass die Kapazitäten der Raffinerie ausgebaut werden sollen.

Im Moment können pro Tag 34.000 Barrel Rohöl pro Tag verarbeitet werden.

Der Plan der Geschäftsführung sieht vor, die Kapazität in einen ersten Schritt auf 50.000 Barrel pro Tag zu erhöhen. Nach Abschluss der Sanierungs- und Erweiterungsarbeiten soll die Raffinerie eine Auslastung von 100.000 Barrel pro Tag haben.

Die veranschlagten Kosten belaufen sich auf 2 bis 2,5 Milliarden US-Dollar.